Weinbau wird in Italien bereits seit der frühen Antike betrieben. Bereits die Griechen bauten in Süditalien in ihren Kolonien, die sie Oenotria nannten, Wein an und auch in der etruskischen Kultur spielte der Weinbau von jeher eine wichtige Rolle. Erwähnungen von Geschichtsschreibern, zum Beispiel zur Zeit des Einfalls von Hannibal im 3. Jahrhundert v. Chr., lassen den Schluss zu, dass die italischen Völker trotz eines flächendeckenden Weinanbaus zu jener Zeit noch keine guten und verlässlichen Qualitäten entwickelt und verfügbar hatten. Ganz sicher ist jedoch, dass die wichtigsten Impulse jener Zeit aus Sizilien kamen. Der Weg der antiken Murgentina-Rebe lässt sich über Pompeji bis nach Chiusi im damaligen Etrurien verfolgen. Laut Plinius dem Älteren ist das Jahr, in dem Lucius Opimius Consul war, also 121 v. Chr., als einer der besten Wein-Jahrgänge der damaligen Zeit bekannt geworden. Historische Schriften belegen, dass zu jener Zeit die Qualität des Weins allein der Rebsorte sowie dem Jahrgang zugesprochen wurden, da der Weinbau noch höchst unprofessionell betrieben wurde. Der Begriff der Weinlage scheint sich erst ab dem 1. Jahrhundert v. Chr.allmählich durchzusetzen. Zur Zeit des römischen Kaiserreiches wird bereits die Qualität des guten Falerner gepriesen. Dieser italische, stark restsüße Wein war per Amphorentransport den obersten Schichten der Senatoren und Adligen verfügbar. Durch die starke Expansion der Stadt Rom entstand ein großer Markt für Wein. Von der Erschließung der besetzten Gebiet in Gallien und Spanien profitierten zusätzlich die in Hafennähe liegenden Weinbaugebiete. Bedingt durch diese Situation profitierten in erster Linie die in der Nähe von Rom liegenden Regionen Latium und Kampanien von den positiven Entwicklungen. Aber auch Brindisi scheint ein wichtiger Handelsplatz für den Exporthandel gewesen zu sein. Amphorenfunde in den Ländern an der Adria sowie in Griechenland legen dies sehr nah. Um 100 nach Chr. sind bereits eine ganze Reihe von Weinbaugemeinden bekannt. Aus den Aufzeichnungen jener Zeit sind uns die Gemeinden Genuense (heutiges Genua), Raeticum (bei Verona, Venetien), Mutinense (das heutige Modena), Lunense (Gebiet bei Carrara), Patavinum (das heutige Padua), Adrianum, Faventinum, Praetutium (Wein aus Ancona), Spoletinum, Graviscanum, Caeres, Sabinum (Wein aus der Region Sabina, Latium), Picens, Tiburtinum, Nomentanum, Aequicum, Vaticanum, Setinum, Signinum, Veliternum, Ardeas, Fundanum, Caecubum, Falernum, Faustianum, Literninum, Surrentinum, Paelignum, Carseolanum, Marsum, Aricinum, Sulmoniense, Caucinianum, Statianum, Caulinum, Massum, Pompejanum, Labicanum, Albanum, Praenestinum, Formianum, Trebellicanum, Gauranum (Wein vom Monte Gauro in Kampanien), Beneventanum, Geminianum, Marianum, Buxentinum, Tarentinum (das heutige Taranto), Lagaritanum, Thurinum, Consentinum und Reginum. Auf Sizilien werden die Gemeinden Aluntinum, Mesopotamium, Mamertinum, Potitianum, Tauromenitanum, Catieniense und Adrumenitanum bekannt.
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